Local view for "http://purl.org/linkedpolitics/eu/plenary/2017-07-04-Speech-2-816-000"

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"Frau Präsidentin, Hohe Vertreterin, liebe Vizepräsidentin, meine Kolleginnen und Kollegen! Wir hatten am Samstag hier den Trauerakt für Helmut Kohl. Ich glaube, da ist deutlich geworden, in welcher Weise die Tiefe und Vielfalt der europäischen Kultur zum Ausdruck kommt – als tragendes Element. Die Kultur in ihrer Vielfalt und Gemeinsamkeit ist ein entscheidender Träger der Attraktivität Europas. Ortega y Gasset hat einmal gesagt: Vier Fünftel der Kultur der europäischen Länder sind dieselbe, ein Fünftel unterscheidet uns. Heute sehen wir das nicht als Widerstreit, sondern als gemeinsamen Reichtum. Über diesen Weg und die Erfahrungen, die wir hatten, hat dieses Europa zusammengefunden. Dies könnte ein Beispiel sein – auch für andere Teile der Welt. Dieses Europa, in dem wir Grenzen überwinden, Kultur nicht als Gegensatz, sondern als gemeinsamen Reichtum begreifen, kann auch eine Botschaft an andere Teile der Welt sein, um auf diese Art und Weise als Beitrag zu leisten, Frieden zu stiften und gleichzeitig Werbung für uns zu sein – im ganz nüchternen Sinne. Ich meine, dass wir mit einer kulturellen Diplomatie, liebe Frau Mogherini, im Rahmen Ihrer dies auch als eines der Instrumente benutzen können. Ich meine, dass wir aus diesem Grunde heraus, wie in den Fragen der Politik der Menschenrechte im Rahmen der Vereinten Nationen, der Charta der Vereinten Nationen zu den Menschenrechten, hier manches tun können. Wir können dieses Grenz Überwindende in Gesprächen einbinden. Wir sollten die Kommission auffordern, verstärkt auch diese Elemente in Verträge miteinzubeziehen, um auf diese Art und Weise solche Bindungen herzustellen. Aber ich glaube, wir sollten auch das Interesse unserer Mitgliedstaaten dafür benutzen. Mir ist völlig bewusst, dass Kultur Zuständigkeit der Nationalstaaten ist und dass wir nach dem Vertrag dazu nur eine unterstützende Wirkung haben. So kann man das auch aufbauen. Wir wollen nicht die Arbeit der Nationalstaaten in der Sicherung ihrer kulturellen Identität überwinden, sondern wir sollten das, was wir in dem europäischen Verfassungsvertragsentwurf gesagt haben, auch nach draußen deutlich machen: Einheit in Vielfalt. Das ist dann zuträglich für die Mitgliedstaaten, hier entsprechend mitzumachen, dies auch als ein gemeinsames Instrument zu nutzen und gleichzeitig hier Wirkung in der Welt zustande zu bringen. Ich meine, dass es wichtig ist, dass dies natürlich unter Respektierung der Subsidiarität zu geschehen hat. Aber ich kann mir vorstellen, dass wir beispielsweise auch, Hohe Vertreterin, im Rahmen der Delegationen, die wir im Ausland haben, Ausstellungen machen können, dass gerade kleinere Staaten dort ihre Kultur präsentieren könnten, was sie aus eigener Kraft in solchen Ländern nicht machen können. Es ist ein kleiner Beginn: Ausstellungen. Estland als Ratspräsidentschaft macht Ausstellungen in den Räumen der Delegation der Europäischen Union im Ausland. Die großen Länder machen das alle voller Stolz allein. Aber hier den kleinen Ländern einen solchen Ansatz zu geben, scheint mir eine wunderschöne Gelegenheit zu sein, das Gemeinsame und das Unterschiedliche zu repräsentieren. Ich meine, dass wir aus diesem Grunde heraus, auch in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen – auch unter den Verpflichtungen, die mit der Unesco-Konvention und bestehen, hier ein interessantes Instrument haben, mit dem wir im Interesse Europas und der Mitgliedstaatenverstärkt auch Politik machen können."@de2
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